Krankenversicherung für Akademiker PDF Drucken E-Mail
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Zukünftige Akademiker, welche sich noch in einem Studium befinden, sollten sich frühzeitig darüber informieren, durch welche Krankenversicherungsart sie sich nach Abschluss der Universitätsausbildung versichern lassen wollen. Zwar gibt es keine speziellen Versicherungstarife für Akademiker, dennoch gehören sie der Berufsgruppe an, deren Angehörige häufig regelmäßig jährlich mehr als 49.500 Euro verdienen und damit nicht verpflichtet sind, Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung zu sein. Welche Art der Krankenversicherung vorteilhaft ist, hängt meist von der persönlichen Lebenssituation ab.

 

Gesetzliche Krankenversicherung

 

Akademiker, die weniger als 49.500 Euro jährlich verdienen, sind in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, d.h. sie können sich nicht privat versichern lassen. Personen, deren jährliches Bruttoeinkommen die Summe von 49.500 Euro übersteigt, haben zwar die Möglichkeit sich privat versichern zu lassen, können aber auch freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Dabei sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt ist und die Tarife kaum individuell auf den Versicherten zugeschnitten sind, wie es bei einer privaten Krankenversicherung oft der Fall ist.

Da durch die Gesundheitsreform ein Einheitsbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung festgelegt wurde, ist jeder freiwillig Versicherte verpflichtet 15,5 Prozent seines Bruttoeinkommens als Versicherungsbeitrag zu zahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt hier maximal 3.712,50 Euro monatlich.

 

Private Krankenversicherung

 

Akademiker besitzen häufig das Privileg, Mitglied einer privaten Krankenversicherung sein zu dürfen, sofern sie mehr als 4.125,00 Euro monatlich brutto verdienen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet eine private Krankenversicherung eine Fülle von unterschiedlichen Leistungspaketen, welche von der Grundversorgung bis zum Luxuspaket reichen.

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind häufig sehr unterschiedlich. Hierfür sollte man beachten, dass das günstigste Angebot nicht immer das beste ist. Häufig gibt es für verschiedene Berufssparten spezielle Tarife, welche bestimmte Berufsrisiken berücksichtigen und individuell an die Bedingungen des jeweiligen Berufsalltags angepasst sind. Man sollte sich also erst für eine bestimmte private Krankenversicherung entscheiden, wenn man eine Übersicht über die Leistungen und Tarife der verschiedenen Krankenversicherungen erhalten hat.

Wer eine private Krankenversicherung abschließen will, sollte darauf achten, dass eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung oft problematisch ist. Als Akademiker kann man nur wieder Mitglied der gesetzlichen Versicherung werden, sofern das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze von 49.500 Euro sinkt. Dies ist zudem nur bis zu einem Alter von 55 Jahren möglich. Für Personen, die älter sind, ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse nicht mehr möglich. zum

 

Zusatzversicherungen

 

Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen wurde in den letzten Jahren immer weiter gekürzt, sodass viele spezielle medizinische Behandlungen für den Versicherungsnehmer teilweise hohe Zuzahlungen nach sich ziehen. Hierzu gehören beispielsweise teure Medikamentenzuzahlungen oder die selbständige Finanzierung der Sehhilfe. Wer sich gegen die fortwährende Kürzung der Leistungen und den damit verbundenen Kostenanstieg absichern will, kann das mit Krankenzusatzversicherungen erreichen. Diese werden von privaten sowie gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten und schützen den Versicherten in jeder Krankheitssituation zu fast 100 Prozent vor finanziellen Eigenleistungen.

Krankenzusatzversicherungen schließen die weiterhin größer werdenden Leistungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung und gewähren die nahezu vollständige Zahlung aller ärztlichen Behandlungen, z.B. für alternative Heilmethoden oder den Zahnersatz. Zudem können auch gesetzlich Versicherte einen der privaten Krankenversicherung gleichwertigen Versicherungsschutz erhalten: individuell und genau an die Bedürfnisse und Gesundheitsrisiken des Versicherungsnehmers angepasst.