| Ratgeber Krebsvorsorge |
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.Krebsfrüherkennung - Krankenkassen zahlen Vorsorge
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Krebs eine Sammelbezeichnung für eine große Anzahl von verschiedenen Krankheiten. All diesen Leiden ist eines gemeinsam: Körperzellen wachsen völlig unkontrolliert und können so normales und gesundes Gewebe zerstören. Durch frühzeitige Erkennung bestehen bessere Heilungschancen. Vorsorge und Früherkennung - besonders wichtig bei Krebs Als Krebs wird in der Medizin jegliche bösartige Neubildung von Gewebe bezeichnet. Die Vermehrung von körpereigenen Zellen ist im Grunde ein völlig normaler Vorgang. Doch bei der krankhaften Entwicklung geraten die Zellen außer Kontrolle und wachsen ungehemmt weiter. Allgemein kann man sagen, dass jedes Krebsgeschehen eine Störung des Gleichgewichtes zwischen Zellzyklus und Zelltod bedeutet. Diese normale Ausgewogenheit wird nach neuen Erkenntnissen von bestimmten Genen gesteuert, die bei einer Krebserkrankung ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Die Ursachen und Auslöser für das Krebsgeschehen sind vielfältig und selbst erfahrene Mediziner kennen nicht alle Ursachen für das unkontrollierte Zellwachstum. Die Diagnose Krebs schafft für jeden Betroffenen eine sehr schwer zu ertragende Situation, die nur mit enormen persönlichen Kraftanstrengungen zu meistern ist.
Medizinischer Fortschritt durch Früherkennung
Krebserkrankungen verursachen in Deutschland jeden zweiten Todesfall. Vor einigen Jahrzehnten war die Diagnose Krebs gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Doch die Heilungs- und Überlebenschancen haben sich deutlich verbessert. Die Vorsorgeuntersuchungen haben sicherlich ihren Anteil an diesem Fortschritt, denn für fast alle Krebsarten gilt: Je früher ein Krebs erkannt wird, umso wirksamer sind Therapien und umso größer die Heilungschancen. Deshalb wurden mehrere Vorsorgeuntersuchungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
Hautkrebs
In jedem Jahr erkranken in Deutschland ungefähr 140.000 Menschen an Hautkrebs, der damit die häufigste Krebserkrankung darstellt. Bei rechtzeitiger Entdeckung gibt es gute Heilungschancen. Männer und Frauen können vom 35. Lebensjahr an im Rhythmus von zwei Jahren ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen.
Darmkrebs
In jedem Jahr erkranken mehr als 70.000 Menschen an Darmkrebs. Nach diesen Zahlen ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. Die Zahl der Erkrankungen ist seit mehr als zehn Jahren stabil, doch die Sterblichkeit an Darmkrebs geht zurück.
Prostatakrebs
Der Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Bei den an Krebs verstorbenen Männern ist in zehn Prozent der Fälle der Prostatakrebs die Todesursache. Von einem Alter von 45 Jahren an können Männer eine Vorsorgeuntersuchung vornehmen lassen.
ab.
Gebärmutterhalskrebs
In Deutschland erkranken in jedem Jahr rund 6.000 Frauen neu an einem Zervixkarzinom, so der medizinische Fachausdruck für den Gebärmutterhalskrebs. Ungefähr 1.800 davon sterben an dieser Form des Krebses.
Brustkrebs
Der Brustkrebs oder das Mammakarzinom, ist die häufigste bösartige Erkrankung der menschlichen Brustdrüsen. Sie ist fast nur bei Frauen zu finden, lediglich jede hundertste Erkrankung wird bei einem Mann festgestellt. Die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch, höher als bei jeder anderen Krebserkrankung.
Vorsorgeuntersuchungen sind keine Garantie
Alle diese Vorsorgeuntersuchungen sind für gesetzlich Versicherte kostenlos. Unumstritten sind diese Untersuchungen nicht. So sind falsche Diagnosen nicht ausgeschlossen, was zu schwerwiegenden psychischen Belastungen bei einem zu Unrecht diagnostizierten Krebs führen kann. Umgekehrt ist es ebenfalls möglich, dass trotz aller Sorgfalt eine Krebserkrankung nicht erkannt wird. So glaubt sich ein Patient in Sicherheit, obwohl er die Krankheit bereits in sich trägt.
Fachliche Beratung vor Behandlung
Es gilt in jedem Fall, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen. So sind die Röntgenuntersuchungen der weiblichen Brust umstritten, weil die Strahlenbelastung recht hoch sein kann. Fachleute warnen davor, die Früherkennungsuntersuchungen zu überschätzen. Sie können die Krankheit früh erkennen, doch Schutz vor einer Erkrankung bieten sie nicht. Eine Beratung beim Arzt über Vor- und Nachteile hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Private Krankenversicherung
Auch die private Krankenversicherung übernimmt die Kosten für all diese und noch weitere Vorsorgeuntersuchungen. Um genau zu wissen, welche Vorsorgemaßnahmen die private Krankenversicherung zahlt, ist ein Blick in die Verträge und Vertragsbedingungen vonnöten. Es ist durchaus möglich, dass Art und Umfang der bezahlten Leistungen je nach gewähltem Tarif unterschiedlich sind. |






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